Die neuen Funktionen stehen über Leisure Connect Plus, eine technische Plattform zur Verwaltung von Hotelverträgen, und das Nettoratenprogramm Amadeus Value Hotels zur Verfügung. Technische Grundlage ist die Anbindung an die B2B-Plattform Hyperguest. Damit reagiert Amadeus nach Unternehmensangaben auf eine zunehmend fragmentierte Hoteldistribution und die wachsende Bedeutung von Multi-Source-Modellen.
Mit Leisure Connect Plus können Reiseverkäufer eigene Hotelverträge innerhalb der Amadeus Travel Platform verwalten. Über eine einzige Integration erhalten sie Zugriff auf rund 150 Channel Manager. Raten und Verfügbarkeiten lassen sich laut Amadeus automatisiert aktualisieren, Hotels schneller anbinden und Inhalte über verschiedene Vertriebskanäle ausspielen.
Eigene Raten mit Amadeus-Angebot kombinieren
Reiseverkäufer können ihre Direktverträge parallel zum Nettoratenangebot von Amadeus steuern. Dabei behalten sie nach Angaben des Unternehmens die Kontrolle über Hotelinhalte und ihre Vertriebsstrategie. Auch Zusatzleistungen wie Frühstück, Parken, Upgrades sowie früher Check-in oder später Check-out sind verfügbar.
Die Hyperguest-Anbindung erweitert zudem Amadeus Value Hotels um 15.000 unabhängige Häuser. Hinzu kommen detailliertere Angaben zu Raten, Hoteleigenschaften und Zusatzleistungen.
Amadeus reagiert auf B2B-Plattformen
Hintergrund für den Angebotsausbau ist nicht zuletzt die wachsende Konkurrenz durch B2B-Hotelplattformen wie Expedia TAAP, Ratehawk, TBO und Sett. Sie gewinnen im Reisebürovertrieb an Bedeutung und nehmen ein Geschäftsfeld ein, das bislang über klassische GDS-Anbieter wie Amadeus oder Sabre lief. Mit Hyperguest holt Amadeus Funktionen solcher Plattformen stärker in die eigenen Systeme.
Christian Schmicke
