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Freizeitmarkt erzielt Rekordumsatz mit weniger Gästen

Europas Freizeitmarkt hat nach einer Analyse des Berliner Buchungs- und Technologiedienstleisters für Freizeit- und Erlebnisanbieter Bookingkit im Sommer den Rekordumsatz des Vorjahres gehalten, obwohl 3,8 Prozent weniger Tickets verkauft wurden. Entscheidend waren höhere Preise: Im dritten Quartal kostete ein Ticket durchschnittlich 3,9 Prozent mehr.

Der monatlich erhobene "Freizeitmarkt-Index" von Bookingkit zeigt damit eine Verschiebung hinter den stabilen Umsätzen. Während das dritte Quartal beim Erlös exakt auf dem Rekordniveau von 2025 lag, gingen die Ticketverkäufe im Juli, August und September jeweils zurück. Über das gesamte Quartal betrug das Minus 3,8 Prozent.

Damit lag das Besucheraufkommen nur knapp über dem des dritten Quartals 2024. Auch das starke Frühjahr setzte sich in der Hauptsaison nicht fort. Seit Jahresbeginn liegen die Besucherzahlen laut Index rund ein Prozent unter dem Vorjahr.

Preise gleichen den Rückgang aus

Den Ausgleich brachte vor allem ein höherer Ticketpreis. Im dritten Quartal stieg er durchschnittlich um 3,9 Prozent, im August um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Juli und August erreichten beim Umsatz jeweils das Niveau des Vorjahres.

Nach einem leichten Preisrückgang zu Jahresbeginn hat sich der Preisanstieg damit im zweiten Quartal in Folge beschleunigt. Bookingkit-Chef Lukas Hempel sieht darin allerdings keinen dauerhaft tragfähigen Wachstumspfad. Höhere Preise hätten die Saison getragen. "Das wird nicht jedes Jahr funktionieren", sagt er.

Mehr Umsatz pro Gast statt weiterer Preissprünge

Für die Anbieter sieht Bookingkit deshalb zwei Hebel: mehr Besucher und höhere Erlöse je Gast. Neben Frühbucher- und Saisonkarten nennt das Unternehmen Familien- und Gruppentickets, Zusatzangebote, Upgrades und Pakete. Zugleich sollten Angebote über möglichst viele Vertriebskanäle sichtbar und buchbar sein.

Der Bookingkit Freizeitmarkt Index wertet anonymisierte und normalisierte Buchungs-, Ticket- und Preisdaten von Tausenden Attraktionen, Erlebnisanbietern und Freizeiteinrichtungen in Europa sowie ausgewählten weiteren Quellen aus. Er erscheint monatlich und misst Umsatz, verkaufte Tickets und den durchschnittlichen Ticketpreis.