News für den Reisevertrieb

Freisprüche für frühere Alitalia-Spitzenmanager

Im Strafprozess um die Insolvenz von Alitalia hat das Gericht in Civitavecchia alle 14 Angeklagten freigesprochen. Unter ihnen sind frühere Alitalia-Chefs sowie Ex-Etihad-Chef James Hogan. Die Richter sahen die angeklagten Taten teils als nicht erwiesen an, teils waren Vorwürfe verjährt, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

Zu den Freigesprochenen gehören laut Ansa die früheren Alitalia-Manager Silvano Cassano, Luca Cordero di Montezemolo und Mark Cramer Ball sowie James Hogan, ehemaliger Vorstandschef von Etihad Airways. Auch der Finanzmanager Carlo Rosati, der vor dem Ende der Airline, deren Insolvenz 2017 eingeleitet wurde, unter anderem mit Verantwortung für die Finanzberichterstattung ausgestattet  war, wurde freigesprochen.

Die Vorwürfe betrafen den Zeitraum von 2014 bis Februar 2017. Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, Alitalia mit fingierten Kapitalgewinnen künstlich am Leben gehalten und die Bilanz besser dargestellt zu haben, als sie tatsächlich war.

Vorwurf des betrügerischen Konkurses nicht bestätigt

Daraus leitete die Anklage unter anderem den Vorwurf des schweren betrügerischen Konkurses sowie weitere Wirtschaftsdelikte ab. Diese Darstellung bestätigte sich im Verfahren jedoch nicht.

Das Gericht sprach die Angeklagten entweder mit der Begründung frei, dass die jeweiligen Taten nicht vorlägen, oder wegen eingetretener Verjährung. Damit endet das komplexe Strafverfahren zunächst ohne Verurteilungen. Die schriftliche Urteilsbegründung soll innerhalb von 90 Tagen vorgelegt werden.