Besonders stark hängt die Möglichkeit, zu verreisen, naheliegenderweise vom Einkommen ab. Im einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung, mit einem Einkommen von höchstens rund 1.600 Euro im Monat, konnten sich 48 Prozent keinen einwöchigen Urlaub leisten. Im nächsthöheren Einkommensfünftel zwischen rund 1.600 und 2.100 Euro waren es 28 Prozent. Bei höheren Einkommen fällt der Anteil deutlich geringer aus.
Auch die Haushaltsform spielt eine Rolle. Unter Alleinlebenden gaben 29 Prozent an, sich keinen einwöchigen Urlaub leisten zu können. In Alleinerziehenden-Haushalten waren es 39 Prozent. Zum Vergleich: In Haushalten mit zwei Erwachsenen ohne Kinder lag der Anteil bei 16 Prozent, in Haushalten mit zwei Erwachsenen und Kindern bei 18 Prozent.
Im EU-Vergleich steht Deutschland besser da als der Durchschnitt. In der Europäischen Union konnten sich 28 Prozent der Menschen keinen Urlaub leisten. Besonders hoch war der Anteil in Rumänien mit 61 Prozent, Griechenland mit 47 Prozent sowie Bulgarien und Ungarn mit je 39 Prozent. Am seltensten betroffen waren Menschen in Luxemburg mit elf Prozent, Schweden mit zwölf Prozent und den Niederlanden mit 13 Prozent. Die Daten stammen aus der EU-SILC-Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen.
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