Betroffene Gäste will Condor rechtzeitig informieren und ihnen nach den geltenden Beförderungsbedingungen Umbuchungs- oder Erstattungsmöglichkeiten anbieten. Die Airline begründet den Rückzug mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Luftverkehr und verweist besonders auf hohe staatliche Standortkosten in Deutschland.
Im Zusammenhang mit der Entscheidung kritisiert Condor die Ausweitung von Verkehrsrechten für Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Offener Wettbewerb und internationale Konnektivität seien wichtig, benötigten aber „faire und vergleichbare Rahmenbedingungen“. Neue Verkehrsrechte sollten nach Ansicht der Airline Gegenseitigkeit, Wettbewerbsneutralität und die Folgen für deutsche Airlines berücksichtigen.
Die Bundesregierung hatte den Emiraten einen fünften deutschen Flughafen zugestanden. Die zusätzlichen Verbindungen sind auf sieben Flüge pro Woche begrenzt. Der BER wird nicht ausdrücklich als Ziel genannt, gilt aber als wahrscheinlicher neuer Emirates-Standort. Die Airline fliegt Deutschland bislang ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg an.