News für den Reisevertrieb

Aida modernisiert auch die Flotten-Youngster Prima und Perla

Aida treibt die Modernisierung der Flotte weiter voran. Im Rahmen des Evolution-Programms sollen pro Schiff rund 100 Millionen Euro investiert werden. Nach Mar, Blu, Sol und Stella rücken auch Prima und Perla (Foto) in der dritten Phase von Evolution in den Fokus. Die Werfttermine stehen nun fest, für Perla 2027 und Prima 2028, heißt es von Aida-Verkaufschef Alexander Ewig.

Aida stellt die nächsten Schritte des Modernisierungsprogramms Evolution vor, die in der dritten Phase mit Prima und Perla auch die Schiffe der Hyperion-Klasse umfassen wird. Die Reederei schickt zuvor in der zweiten Phase die Mar vom 1. November bis 20. Dezember in die Werft, damit sie kurz vor Weihnachten wieder unterwegs sein kann. Danach kommt die Blu ins Trockendock, vom 24. Januar bis 14. März 2027. Für die Sol geht es vom 24. Oktober bis 12. Dezember 2027 in die Werft Chantier Naval in Marseille. Mit der Modernisierung der Stella soll die zweite Phase von Evolution wie geplant abgeschlossen werden.

Parallel bereite Aida bereits die dritte Evolution-Phase für die jüngeren Schiffe Prima und Perla vor, sagt Ewig. Für die Perla habe man einen frühen Slot vom 2. April bis zum 2. Mai 2027 reservieren können. Die Prima folge ein Jahr später, vom 21. April bis zum 21. Mai 2028.

Die beiden Schiffe der Hyperion-Klasse seien zwar noch vergleichsweise jung, sollen aber dennoch umfangreich modernisiert werden. Wenn die Perla im April in die Werft gehe, sei sie erst zehn Jahre alt. Hintergrund ist laut Verkaufschef der reguläre Werftzyklus von fünf Jahren. Aida nutze den anstehenden Termin deshalb für ein größeres Makeover. "Wir investieren im Durchschnitt 100 Millionen Euro pro Kreuzfahrtschiff für die Modernisierung", so der Verkaufschef für die Kussmund-Flotte.

Mehr Gastronomie und neue Bars

Einen Schwerpunkt legt Aida bei Prima und Perla wieder auf die Kulinarik. Das bereits auf anderen Schiffen erprobte Konzept East Fusion mit moderner asiatischer Küche soll ebenso kommen wie Korean BBQ mit gemeinsamem Zubereiten am Tisch und ein japanischer Teppanyaki-Grill. Außerdem führt Aida auf Prima und Perla das Konzept "Best Burger at Sea" ein.

Ebenfalls neu geplant sind mehrere Barkonzepte. Die Art Bar soll einen ruhigeren Gegenpol zu Entertainment und Party bilden und unter anderem Barista-Kaffeespezialitäten anbieten. Die Panorama Bar und Lounge setzt auf Meerblick, Signature Cocktails und eine Teestunde am Nachmittag.

Auch die Spray Bar wird nach Angaben der Reederei umgebaut. Sie soll künftig direkt vom Diskothek D6 erreichbar sein, stärker als klassische Bar funktionieren und sich auch als Eventlocation etwa für Geburtstage oder Hochzeiten eignen. "Eine geschwungene LED-Leinwand kann dort mit Fotos und Musik bespielt werden", sagt Ewig. Hinzu kommt mit Chillyout eine Texmex-Bar mit Tacos, Nachos und Fokus auf Tequila-Spezialitäten.

Familienbereiche werden neu geordnet

Auch das Theatrium, von Aida als "Wohnzimmer in der Mitte der Schiffe" bezeichnet, wird verändert. Fast alle Möbel sollen neu entwickelt und angeordnet werden. Das Casino wird modernisiert und verkleinert, gleichzeitig wird es mit neuen Spielautomaten ausgestattet.

Auf Prima und Perla wird außerdem die Einkaufs- und Food-Meile Plaza angepasst. Der Kiosk erhält mehr Platz, Geschäfte werden umplatziert und die Tapas Bar vergrößert. Besonders stark fällt der Umbau bei den Familienangeboten aus. Geplant sind ein neuer Spielbereich mit Netzflächen zum Liegen und Entspannen sowie ein vergrößerter Kletterbereich im Four Elements. Zudem erhalten Prima und Perla einen Minigolfplatz auf Deck 16, wie er bereits auf Cosma und Nova angeboten wird.

Der Kids Club wird verlegt und erhält erstmals auf dieser Schiffsklasse einen Außenbereich. Auch der Teenagerbereich zieht um. Ergänzt wird eine Spielecke nach dem Vorbild der Luna, die künftig auf weitere Schiffe übertragen werden soll und auch einen Bereich für Babys umfasst.

Technik und Recycling im Fokus

Neben den sichtbaren Veränderungen stehen umfangreiche technische Arbeiten an. Die Werftzeit in Marseille wird dafür auf vier Wochen verlängert. Antriebe sollen überholt, Lackierungen erneuert und Maßnahmen mit Blick auf die Energieeffizienz umgesetzt werden.

Auch Möbel, Matratzen und Teppiche werden ausgetauscht. Nach Angaben von Aida sollen möglichst viele Materialien in Recyclingkreisläufe zurückgeführt werden. Als Partner ist unter anderem wieder die Initiative "Der Hafen hilft" eingebunden.

Grundlage für die Umbauten sind laut Aida systematisch erhobene Rückmeldungen von Gästen, Crew und Reisebüros. Für das Innendesign ist Partnership Design zuständig. Das gesamte Evolution-Programm läuft laut Aida-Verkaufschef von 2024 bis 2028, zwei Neubauten folgen 2030 und 2032, so die Ankündigung.

Sabine Schreiber-Berger