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23. Februar 2021 | 07:00 Uhr
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Großbritannien will bis 21. Juni alle Einschränkungen kippen

Premierminister Boris Johnson plant, den Lockdown stufenweise aufzuheben. Von der Öffnung der Schulen am 8. März bis zur Abschaffung aller Restriktionen zum 21. Juni soll es in Fünf-Wochen-Schritten gehen.

Großbritannien Flagge

Am längsten Tag des Jahres sollen in Großbritannien sämtliche Beschränkungen fallen

Voraussetzung sei, dass sich die positiven Trends bei der Reduzierung von Infektionszahlen und der Impfkampagne fortsetzen ließen und keine neue Virus-Variante die Lage verändere, erklärte Johnson. Ausschlaggebend seien nicht die vorgesehenen Zeitpunkte, sondern die Daten zum Infektionsgeschehen. Der Weg aus dem Lockdown werde "vorsichtig, aber unwiderruflich" beschritten, so der Premier.

Am 8. März sollen in dem größten britischen Landesteil alle Schulen wieder geöffnet werden. Der nächste Schritt soll am 29. März erfolgen. Bis zu sechs Personen oder zwei Haushalte dürfen sich dann wieder im Freien treffen. Auch Sport-Einrichtungen im Freien wie Tennis- oder Golfplätze dürfen dann wieder öffnen. Vom 12. April an sollen Läden, Museen, Büchereien wieder Besucher empfangen dürfen. Pubs und Restaurants dürfen dann wohl ebenfalls wieder öffnen, allerdings ausschließlich in Außenbereichen.

Internationale Reisen ab Mitte Mai?

Vom 17. Mai an sollen auch Kinobesuche und Hotelübernachtungen wieder möglich sein, ebenso wie Vereinssport in Innenräumen. Bis zu 30 Menschen dürfen sich wieder zu Hochzeiten oder anderen wichtigen Veranstaltungen treffen. Eventuell könnten auch internationale Reisen von diesem Termin an wieder erlaubt werden. Bis zu 10.000 Menschen könnten außerdem beispielsweise in Fußballstadien zusammenkommen.

Vom 21. Juni an sollen überhaupt keine Kontaktbeschränkungen mehr gelten. Aussagen zu der Frage, wann der Reiseverkehr nach Großbritannien wieder aufgenommen werden könnte, machte der Regierungschef nicht. Seine Ankündigungen beziehen sich auf England, Johnson geht aber von "ähnlichen" Lösungen für den Rest des Vereinigten Königreichs aus.

Die Infektionszahlen in Großbritannien sind in den vergangenen Wochen kräftig gesunken. Zugleich wurden dort bislang mehr als 17,5 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft.

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