10. Juni 2022 | 15:41 Uhr
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Start-up Go Safari sucht Schulterschluss mit Reisebüros

Der im März gegründete Spezialist für Safaris im südlichen Afrika startet durch, die Macher sind Jochen Küpfer (rechts) und Johannes Kwossek. Die zwei wissen aus ihrer Zeit beim Veranstalter wie wichtig Reisebüros beim Verkauf für ein erklärungsbedürftiges Produkt sind. Sie zahlen zehn Prozent, sind für Kundenabende offen und visieren 2023 Inforeisen an.

Go Safari Kuepfer Jochen rechts Kwossek Johannes links Foto Go Safari

Am liebsten sind die Gründer von Go Safari,  Jochen Küpfer (rechts) und Johannes Kwossek, auf Reisen

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"Eigentlich wollten wir bereits Ende 2021 loslegen, doch dann kam Omikron auf", erzählt Jochen Küpfer. "Wir sind dann Mitte April mit der Webseite online gegangen und jetzt auch auf den Social-Media-Kanälen live", erzählt der passionierte Fotograf. Seine Vorliebe sieht man vor allem dem Instagram-Kanal an. Aktuell sei die Lage entspannt und das Geschäft laufe in allen Zielen gut an. Es gebe teils sogar einen regelrechten Nachfrageansturm. "Man merkt, dass die Leute zwei Jahre auf Fernreisen gewartet haben", sagt Küpfer.

Aus Kollegen wurden Geschäftspartner
Die beiden Gründer haben gemeinsam zehn Jahre bei einem Afrika-Spezialisten gearbeitet, bevor sie in die Selbstständigkeit gingen. Zum Glück hätten sie mit der R+V einen Versicherer gefunden, der auch ein Start-up gegen Insolvenz absichere. Das sei mittlerweile alles andere als selbstverständlich, sagt Küpfer.

Küpfer und Kwossek  haben Erfahrung mit dem Vertrieb, dem Krisenmanagement und natürlich dem Umgang mit Touristikern vor Ort. Sie können auf ein breites Netzwerk an Partnern vor Ort zurückgreifen. "Wir wählen sorgfältig aus, damit das Spannungsfeld zwischen deutschen Reiseregeln und dem, was Lodges vor Ort abbilden, passt", so Küpfer.

Aktuell wird zuerst der Mietwagen gebucht
Die Preise seien im südlichen Afrika um bis zu acht Prozent gestiegen, so wie auch die Jahre zuvor, weiß Küpfer. Was sich gewandelt habe, sei die Reihenfolge bei der Buchung. Statt wie früher Flug, Hotel und zuletzt Auto, stehe nun der Mietwagen oder das Wohnmobil am Anfang des Prozesses. Das sei dem knappen Angebot geschuldet, so Küpfer.

Um Safari-Reisen hierzulande zu verkaufen, seien Reisebüros unverzichtbar, sagt der Touristiker. "Eine Rundreise entlang der Garden Route können Traveller einfach im Internet buchen, aber unsere Bausteine sind bei den Reiseprofis besser aufgehoben", sagt Küpfer. Je nachdem was der Kunde wolle, sei der Verkauf von Bausteinen möglich oder auch einer maßgeschneiderten Pauschalreise inklusive Flug. Die Destinationen von Go Safari sind Botswana, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe und Südafrika, ihr Programm reicht von Flugsafari über Golfreise bis zur geführten Wanderreise.

Detailwissen ist alles
Während seiner Zeit bei einem Afrika-Veranstalter habe Küpfer im Kontakt mit Expis gelernt, dass es am Counter ein gutes Basiswissen zu den Destinationen gebe. "Wenn es um Detailfragen geht, etwa welche Lodge im Okavango-Delta die beste ist oder, wo sind Vogelfans gut aufgehoben, dann können wir konkrete Tipps geben", sagt Küpfer. Dieses Wissen wollen sie auch mit einer eigenen Webinar-Reihe an Expis weitergeben. Auch an Kundenabenden von Reisebüros wirkt Go Safari gerne mit, zum Beispiel mit Vorträgen.

Go Safari zahlt zehn Prozent Provision ab der ersten Buchung und steht Expis bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Gerade bei der Bedarfsermittlung sind sie Profis und helfen gerne weiter. Selbst wenn nur der Erstkontakt über die Agentur laufe und sie die Beratung übernähmen, bleibe es natürlich bei der Vergütung. Das gelte auch für Folgebuchungen die von Kunden kommen, verspricht Küpfer.

Sabine Schreiber-Berger

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