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4. November 2019 | 07:00 Uhr
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Costa Rica ist Pionier bei Ökotourismus und Nachhaltigkeit

Costa Rica will sich zum 200. Jahrestag seiner Unabhängigkeit im Jahr 2021 selbst ein Geschenk machen. Der Staat möchte das erste CO2-neutrale Land der Welt werden und ist auf einem guten Weg. Ökotourismus spielt dabei eine zentrale Rolle und schon jetzt wird die Energieversorgung des Landes zu fast 100 Prozent aus regenerativen Energien gespeist.

„Neutral“ bedeutet in Costa Rica auf den Pro-Kopf-Ausstoß von 2005 zurückzukehren. Der „National Decarbonization Plan“ schreibt dazu Reformen in Verkehr, Energie, Abfall und Landnutzung vor. Die CO2-Emissionen werden unter anderem durch Wiederaufforstung kompensiert.

Seit den 1980er Jahren wuchs der Waldanteil des Landes wieder von 20 auf 50 Prozent. Ein Viertel der Fläche ist Naturschutzgebiet. Müll wird teils streng getrennt, und bis 2021 soll es kein Einweg-Plastik mehr geben.

Seit 1997 gibt es die „Certificación de Turismos Sostenible“ (CST), ein Siegel für Betriebe, die einen nachhaltigen Tourismus unterstützen. Ziel ist die angemessene Nutzung natürlicher und kultureller Ressourcen, mehr Lebensqualität für Einheimische und authentische Erlebnisse für die Reisenden.

Ein weiteres Ziel von Costa Rica ist, bis 2035 rund 70 Prozent aller Verkehrsmittel auf Elektromobilität umzustellen. Dieses Engagement wurde jüngst mit dem höchsten Umweltpreis der Vereinten Nationen geehrt. Das Land darf sich „Champion of the Earth 2019“ nennen.

Viele Reiseveranstalter aus Deutschland arbeiten bevorzugt mit CST-zertifizierten Unterkünften zusammen. Einige bieten zudem einen CO2-neutralen Flug nach Costa Rica an. 

Mehr über Costa Rica erfahren Sie mit unserer Themenwoche auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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