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23. August 2019 | 07:00 Uhr
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Schwarze Perlen sind ein bleibendes Souvenir aus Tahiti

Perlen aus Tahiti, als Kette, Armband oder Ohrring sind ein begehrtes Mitbringsel aus der Südsee. Denn sie sind anders, nicht Weiß oder Rosa, sondern Schwarz. Die „Black Oysters“, die sie „ausbrüten“, gedeihen hier besonders gut.

Tahiti Schwarze Perlen

Schmuck mit schwarzen Perlen ist ein beliebtes Souvenir aus Tahiti.

Perlen sind eigentlich durch einen Unfall entstanden. Wenn etwa ein Sandkorn in die Muschel eindringt, läuft eine natürliche Abwehrreaktion an. Die Auster legt zum eigenen Schutz eine Schicht Perlmutt um den Fremdkörper, die im Laufe der Jahre immer dicker wird. Das ist dann die Perle.

Die Perlenzucht macht sich dies zu Nutze. Lebenden Austern wird eine kleine, acht Millimeter Kugel aus Muschelkalk implantiert. Dann kommen die Muscheln zurück ins Meer. Die Perlmuttschicht um den Fremdkörper wächst in einem Jahr um einen Millimeter. Nach zwei Jahren wird zum ersten Mal „geerntet“, die Perle ganz vorsichtig mit einer Pinzette herausgeholt. Sie ist nun zehn Millimeter dick. Dieser Muschel kann nun eine gleich dicke Kugel implantiert werden, das gibt nach zwei Jahren ein Zwölf-Millimeter-Perle.

Robert Wan, heute 84, ist einer der größten Perlen-Produzenten auf Tahiti. Die Perlenfarm der Familie liegt rund tausend Kilometer von Tahiti entfernt, im Marutea-Atoll. Dort produzieren rund zwei Millionen Austern schwarze Perlen, allerdings ist nur jede dritte für Schmuck geeignet. Die Ketten und Armbänder liegen in vielen Schaufenstern und Hotelvitrinen. Wer sich für die Geschichte und Herstellung schwarzen Perlen interessiert, der sollte das Wan-Museum in Papeete besuchen. Ein Shop gehört natürlich auch dazu.

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