9. August 2019 | 07:00 Uhr
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Kleine Länderkunde: Die Inseln von Tahiti

Es sind genau 118 Inseln im Südpazifik, aus denen Französisch-Polynesien besteht. Weil dies aber etwas sperrig und wenig exotisch klingt, haben die Tourismuswerber daraus "Die Inseln von Tahiti" gemacht. Tatsächlich stehen auch nur wenige Inseln auf den Reiseplänen der Urlauber.

Tahiti Karte hell

Diese Karte zeigt eindrucksvoll, dass die Inselwelt von Französisch-Polynesien die Ausmaße von ganz Europa hat.

Französisch-Polynesien ist – wie der Name schon sagt – französisches Staatsgebiet. Präsident Emmanuel Macron regiert auch hier die gerade mal 280.000 Einwohner. Amtssprache ist zwar Französisch, aber das muss niemand abschrecken. Denn anders als im Mutterland spricht auf Tahiti und seinen Inseln jeder gutes Englisch.

Die Inseln von Tahiti liegen im Südpazifik, ziemlich in der Mitte zwischen Australien und Südamerika. Die fünf Inselgruppen sind über eine Fläche so groß wie Europa weit verstreut:

Gesellschaftsinseln: Dazu zählen die bekanntesten Inseln wie namensgebende Tahiti, das Nachbareiland Moorea, Huahine, Raiatea und das legendäre Bora Bora. Die Gesellschaftsinseln sind das Zentrum, hier leben rund 80 Prozent der Französisch-Polynesier. Tahiti ist die Hauptinsel, Papeete die Hauptstadt und mit dem internationalen Flughafen auch das Gateway für Touristen. Die meisten Touristen bleiben auch auf den Gesellschaftsinseln, hier gibt es die meisten Hotels und gute Verkehrsverbindungen. Allerdings ziehen die meisten die Nachbarinseln Tahiti vor. Alle Inseln sind Grün und üppig bewachsen. Mit immerhin 2.241 Metern ist der Mt. Orohena Tahitis höchster Berg. Moorea liegt in Sichtweite von Tahiti, der Bootstransfer dauert rund eine Stunde. Moorea ist mit rund 50 Hotels und Gästehäusern neben Boro Bora die touristisch wichtigste Insel. Dorthin fliegen die Propellermaschinen eine knappe Stunde. Bora Bora mit seiner charakteristischen Felsformation und der türkisblauen Lagune ist für viele das Urlaubsparadies schlechthin. Raiatea, Taha'a und Huahine sind zwar nicht ganz so bekannt, aber ebenso schön.

Marquesas-Insel: Diese zerklüftete Inselgruppe fast vier Flugstunden von Papeete entfernt hat etwas Ungezähmtes an sich. Die Kultur der abgeschiedenen Insulaner wirkt martialisch, ihre Tänze fast kriegerisch. Die Hauptinsel heißt Nuku Hiva, hier gibt es keine Resorts, nur eine Handvoll Gästehäuser und Pensionen. Urlaub hier ist noch echtes Abenteuer. Ein Weg, die Marquesas-Inseln zu besuchen ist die "Aranui 5", eine Mischung aus Frachter und Kreuzfahrtschiff, die von Papeete aus die Marquesas-Inseln in festem Turnus anläuft.

Tuamotu-Inseln: Die 78 Mini-Atolle (Motu bedeutet Inselchen) reihen sich wie ein zierliches Band über 2.000 Kilometer aneinander. Die Tuamotu-Inseln sind ein Eldorado für Taucher und beliebtes Fahrtgebiet für Yachtcharter. Rangiroa ist die Hauptinsel, rund eine Stunde Flug von Papeete entfernt. Hier gibt es zahlreiche Pensionen.

Gambier-Inseln: Geografisch zählen die 43 Inseln zwar zu den Tuamotu-Inseln, sie zeigen aber ein völlig anderes Landschaftsbild. Die abgelegenen und kaum besiedelten Gambiers sind nicht flach, sondern bergig. Hierher verirren sich nur wenige Touristen, der Flug von Papeete dauert viereinhalb Stunden. Die Region mit der Hauptinseln Mangareva ist ein Zentrum der Perlenzucht.

Austral-Inseln: Von diesen Inseln haben selbst viele Globetrotter noch nicht gehört, Rurutu oder Tubuai. Hier ist man dann tatsächlich am Ende der Welt angekommen. Rund um das zehn Kilometer lange Rurutu leben mehr Wale als Menschen auf der Insel. Das ist auch ein Hauptgrund, warum Besucher so weit fliegen wollen. Ins benachbarten Tubuai hatte es seinerzeit die Meuterer von der Bounty verschlagen, die dort von 200 Jahren das Fort George bauten.

Mehr über die Südsee erfahren Sie mit unserer Themenwoche Die Insel von Tahiti auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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