5. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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Stilvoll übernachten hinter Klostermauern in Québec

Das Boutique Hotel Le Monastère des Augustines bietet 65 Zimmer an dem Ort, wo 1639 das erste Krankenhaus des amerikanischen Kontinents nördlich von Mexiko eröffnet wurde. Das ehemalige Augustinerinnenkloster, in dem heute noch einige Nonnen leben, arbeitet als Non-Profit-Organisation und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in Sachen Kulinarik, Wellness und Spiritualität.

Le Monastere des Augustines

Historischer Komplex. Le Monastere des Augustines

Wenn in Kanada von historischen Gebäuden die Rede ist, dann sind diese in der Regel maximal 200 Jahre alt. Nicht so beim Hotel Le Monastère des Augustines. Einst als Krankenhaus von drei dem Augustinerorden angehörenden Schwestern gegründet, dient das Gebäude heute als Unterkunft für Gäste aus aller Wett. Dem alten Mauern wurde durch lichtdurchlässige Elemente ein durchaus modernes Ambiente verpasst, ohne dass der historische Gehalt dabei verloren gegangen wäre. So wurden 33 Zimmer Zimmer in Anlehnung an das Mönchtum restauriert und mit antiken Möbeln und modernem Komfort ausgestattet. Die übrigen 32 Unterkünfte wurden zeitgenössisch designt.

Das Gebäude ist heute keineswegs "nur“ ein Hotel, sondern es beherbergt auch ein Museum. Als permanente Ausstellung zeigt dieses die Geschichte des Ordens der Augustinerinnen und ihren Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Québec. Auf geführten Touren können sich Besucher in das Klosterleben des 17. Jahrhunderts zurückversetzen. Außerdem finden hier Konzerte und andere Kulturveranstaltungen statt.

Le Monastere des Augustines

Im Restaurant werden Rohkost und vegetarische Gerichte, Fisch, Geflügel und Fleisch, nach Möglichkeit unter Verwendung lokaler und saisonaler Bio-Produkte serviert. Gesundheitsbewussten Gästen bietet das Hotel eine Gesundheitsberatung inklusive individueller Ernährungsberatung an. Zudem werden diverse Typen von Massagen offeriert.

Le Monastere des Augustines

Im Gegensatz zu anderen Unterkünften steht im Monastère des Augustines nicht Hightech im Mittelpunkt, sondern eher das Gegenteil. Fernseher sucht man hier vergebens und die Gäste werden gebeten, auf ihre Smartphones während des Aufenthaltes im Hotel zu verzichten. Das verspricht Entschleunigung vom Trubel Québecs. Durch die zentrale Lage in der Altstadt eignet sich das Hotel gut als Ausgangspunkt für die Erkundung der Metropole.

In Anlehnung an die klösterliche Historie ist das Hotel als Non-Profit-Organisation angelegt. Jeder Dollar, der an Gewinn erwirtschaftet werde, fließe in die Pflege des Erbes der Augustinerinnen, die Unterstützung professioneller Pflegekräfte und in Unterkünfte für Menschen, die Patienten im Heilungsprozess begleiten, versichert Katie Lepage, die für die Vermarktung der historischen Herberge verantwortlich ist.

Christian Schmicke

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