4. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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Reisen auf Kanadas coolstem Highway

Weiter nach Norden geht es auf dem kanadischen Festland nicht. Der 130 Kilometer lange Inuvik-Tuktoyaktuk Highway (ITH), Ende 2017 eröffnet, verbindet das Städtchen Inuvik mit dem Weiler Tuktoyaktuk und ist ganzjährig befahrbar.

Inuvik-Tuktoyaktuk Highway

Erst seit Ende 2017 ist Kanadas nördlichster Highway bis nach Tuktoyaktuk befahrbar

Bis die Straße in die 900-Seelen-Gemeinde an der Beaufortsee fertiggestelt war, gab es hier nur eine Ice Road, die so lange befahren werden konnte, bis der Schnee geschmolzen war. Im Sommer war Tuktoyaktuk nur mit dem Schiff oder Flugzeug erreichbar. Der Dempster Highway, der als einzige Straße auf kanadischer Seite im Yukon und in den Northwest Territories an die Ausläufer der Arktis führt, endete im von knapp 3.500 Menschen bewohnten Inuvik. Fast ebenso groß wie die menschliche Bevölkerung ist in Inuvik übrigens die gut 3.000 Tiere umfassende Rentierherde, die bei einem Tagesausflug besucht werden kann.

Die neue, unter schwierigsten Bedingungen gebaute Straße fußt auf einem rund zwei Meter dicken Schotterbett, das den fragilen Untergrund aus Eis, Sediment und Permafrost stabilisiert. Er windet sich durch eine einsame Landschaft aus Seen und Flüssen, die meist zugefroren sind. Für Reisende ist die Strecke hin und zurück in einem Tag zu bewältigen. Doch wer einmal so weit gekommen ist, will am nördlichen Zielort seiner Reise sicher ein wenig verweilen.

Vor dem Antritt der Fahrt empfiehlt es sich, beim Autovermieter wegen möglicher Einschränkungen nachzufragen. Zudem weisen Veranstalter darauf hin, dass die Infrastruktur für Wohnmobile in Tuktoyaktuk noch nicht sehr ausgeprägt sei. Aber das dürfte sich mit wachsender touristischer Nachfrage schnell ändern.

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