15. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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G Adventures verstärkt Projektarbeit

Der Veranstalter legt zusammen mit der gemeinnützigen Organisation Planeterra noch in diesem Jahr 25 neue Projekte auf, die den Nutzen der lokalen Bevölkerung aus dem Tourismus verbessern sollen. Damit steigt die Gesamtzahl der vom Veranstalter unterstützten Projekte auf 100 an.

90 Prozent der Kleingruppenreisen des Veranstalters besuchten dann kommunale Tourismusprojekte, die Frauen und Kinder, indigene Kulturen sowie den Umweltschutz unterstützen, erklärt G-Adventures-Gründer Bruce Poon Tip. Zuletzt wurde die Zusammenarbeit an fünf Projekten in Costa Rica, Ecuador, Botswana, Ungarn und Kirgisistan besiegelt. „Ich bin davon überzeugt, dass Reisen die Macht hat, die größte Form der Vermögensumverteilung zu werden, die die Welt je gesehen hat“, Sagt der G-Adventures-Chef.

Und so sehen die geförderten Projekte aus:

Coope San Juan - San Juan - Costa Rica: Coope San Juan ist eine Genossenschaft aus zwölf Familien, die sich bisher der Landwirtschaft und dem Erhalt natürlicher Wälder verschrieben hat. Das Einkommen aus der Landwirtschaft ist begrenzt, weshalb Planeterra mit der Genossenschaft zusammenarbeitet, um mehr Tourismus in die Region zu bringen. 20 Fahrräder wurden für die Familien finanziert, um Reisende auf Radtouren mitzunehmen. Das Projekt im Rahmen der 17-tägigen Tour „Route der Vulkane“ von Antigua, Guatemala, nach San Jose besucht.

Shandia Community Tourism – Ecuador: In der Shandia-Gemeinschaft leben indigene Kichwa-Familien, die bisher nur eingeschränkten Zugang zum Tourismus hatten. Dies hat laut G Adventures dazu geführt, dass viele Einheimische in der Stadt Arbeit suchen. Planeterra und der Veranstalter haben mit der Gemeinde daran gearbeitet, eine Radtour und einen Kurs zur Schokoladenherstellung zu entwickeln, der von den Jugendlichen des Dorfes geleitet wird. Jedes Jahr sollen Reisende diese Tour machen und in der Shandia Community Lodge übernachten, die bisher nicht in der Lage war, genügend Gäste zu gewinnen. Der Aufenthalt ist Teil der achttägigen „Abenteuer Ecuador“ Tour, die in der Hauptstadt Quito beginnt und endet. 

Nem Adom Fel - Budapest, Ungarn: Die Nem Adom Fel-Stiftung (bedeutet "Niemals aufgeben") wurde 2005 in Ungarn mit dem Ziel gegründet, Menschen mit Behinderungen und Angehörige der Roma-Gemeinschaft des Landes, deren Arbeitslosigkeit höher ist als die anderer Ungarn, zu stärken. Planeterra stellte der Stiftung ein Stipendium zur Verfügung, um den Betrieb ihres Restaurants, des Nem Adom Fel Café and Bar, zu modernisieren. Teilnehmer der neuntägigen Reise „Entdekce Mitteleuropa“, die G Advedntures zusammen mit „National Geographic“ auflegt, werden in dem Restaurant speisen.

Dqae Qare San Lodge - D'Kar, Botswana: Die San Lodge, der Campingplatz und das Wildtiergebiet sind das einzige Eigentum einer indigenen Gemeinschaft im südlichen Afrika. Die San sind bekannt für ihre herzliche Gastfreundschaft, und die Lodge bietet dringend benötigte Arbeitsplätze für das nahe gelegene Dorf D'Kar, wo die Einnahmen aus dem Tourismus in den lokalen Vorschul-, Kunstprogramm- und Museumsbereich investiert werden. Planeterra hat der Dqae Qare San Lodge einen Zuschuss für ein Upgrade ihres Campingplatzes zur Verfügung gestellt. Reisende, die an der Tour "Delta & Wasserfälle Overland" von Windhoek nach Victoria Falls teilnehmen, übernachten in der Dqae Qare San Lodge.

Ak Orgo - Barskoon, Kirgisistan: Ak Orgo ist ein soziales Gemeinschaftsunternehmen, das kulturelle Traditionen feiert und Arbeitsplätze in einem ländlichen Gebiet Kirgisistans schaffen soll, in dem die wirtschaftlichen Möglichkeiten begrenzt sind. Planeterra stellte Mittel für die Ausbildung und Modernisierung lokaler Tourismuseinrichtungen zur Verfügung. Kunden von G Adventures machen dort Station, um ein traditionelles kirgisisches Mittagessen zu genießen. Sie haben außerdem die einmalige Gelegenheit, zu erfahren, wie traditionelle Jurten (Nomadenzelte) gebaut werden. Dieses Projekt kann im Rahmen der neuntägigen  Reise "Highlights von Kirgisistan und Kasachstand" von Bischkek nach Almaty besucht werden.

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